Archive for the ‘Krankenkassen’ Category

Viele Krankenkassen planen zunächst keine Zusatzbeiträge

November 18, 2009

Merkel: 3,9 Milliarden Euro zusätzlich für Versicherungen

Laut einer heute.de-Umfrage wollen viele Krankenkassen trotz der Milliarden-Fehlbeträge im Gesundheitsfonds zum Jahreswechsel keine Zusatzbeiträge erheben. Was dann auf die Versicherten zukommt: unklar.

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Uninsured patients twice as likely to die in hospital

November 18, 2009

Liste der im RSA berücksichtigten Krankheiten

Oktober 16, 2009

Endlich habe ich eine Quelle gefunden, in der die Krankheiten aufgezählt werden, die im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich berücksichtigt werden:

  1. HIV/AIDS
  2. Sepsis/Schock
  3. Nicht virale Meningitis/Enzephalitis
  4. Infektionen durch opportunistische Erreger
  5. Bösartige Neubildungen der Lippe, der Mundhöhle und des Pharynx
  6. Bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane
  7. Bösartige Neubildungen der Atmungsorgane und sonstiger intrathorakaler Organe
  8. Bösartige Neubildungen der Knochen, des Stütz- und Weichteilgewebes
  9. Bösartige Neubildungen der Brustdrüse
  10. Bösartige Neubildungen der weiblichen Genitalorgane
  11. Bösartige Neubildungen der männlichen Genitalorgane
  12. Bösartige Neubildungen der Niere, der Harnwege und der Nebenniere
  13. Bösartige Neubildungen des Auges, Gehirns und sonstiger Teile des Zentralnervensystems einschließlich Hypo- und Epiphyse
  14. Bösartiger Neubildungen sekundärer, nicht näher bezeichneter oder multipler Lokalisation
  15. Lymphome und Leukämien
  16. Neubildungen unsicheren oder unbekannten Verhaltens
  17. Diabetes mellitus
  18. Schwerwiegende metabolische oder endokrine Störungen
  19. Leberzirrhose (inkl. Komplikationen)
  20. Chronische Hepatitis
  21. Akute schwere Lebererkrankung
  22. Ileus
  23. Chronisch entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn / Colitis ulcerosa)
  24. Erkrankungen des Ösophagus (exkl. Ulkus und Blutung)
  25. Entzündung / Nekrose von Knochen / Gelenken / Muskeln
  26. Rheumatoide Arthritis und entzündliche Bindegewebskrankheiten
  27. Spinalkanalstenose
  28. Osteoarthrose der großen Gelenke
  29. Osteoporose und Folgeerkrankungen
  30. Schwerwiegende Erkrankungen der Blutbildung und Blutgerinnung
  31. Agranulozytose, septische Granulomatose, andere näher bezeichnete Erkrankungen der weissen Blutkörperchen
  32. Disseminierte intravasale Gerinnung und sonstige Koagulopathien
  33. Purpura / Thrombozytenfunktionsstörungen / Blutungsneigung
  34. Delir und Enzephalopathie
  35. Demenz
  36. Schwerwiegender Alkohol- und Drogen-Missbrauch
  37. Psychotische Störungen und Persönlichkeitsstörungen 
  38. Depression
  39. Bipolare affektive Störungen
  40. Anorexia nervosa und Bulimia nervosa
  41. Aufmerksamkeitsstörung / attention deficit disorder / andere hyperkinetische Störungen
  42. Ausgeprägte schwere Lähmungen
  43. Erkrankungen/Verletzungen des Rückenmarks
  44. Muskeldystrophie
  45. Periphere Neuropathie / Myopathe
  46. Entzündlich / toxische Neuropathie
  47. Multiple Sklerose
  48. Morbus Parkinson und andere Basalganglienerkrankungen
  49. Epilepsie
  50. Koma, Hirnödem, hypoxischer Hirnschaden
  51. Sekundärer Parkinsonismus und andere extrapyramidale Bewegungsstörungen
  52. Herzinsuffizienz
  53. Akutes Lungenödem und respiratorische Insuffizienz
  54. Hypertensive Herz- / Nierenerkrankung / Enzephalopathie
  55. Ischämische Herzkrankheit
  56. Erkrankungen der Herzklappen
  57. Angeborene schwere Herzfehler
  58. Hypertonie
  59. Vorhofarrhythmie
  60. Ventrikuläre Tachykardie
  61. Schlaganfall und Komplikationen
  62. Atherosklerose, periphere Gefäßerkrankung
  63. Arterielles Aneurysma (exkl. d. Aorta)
  64. Mukoviszidose
  65. Emphysem / Chronische obstruktive Bronchitis
  66. Asthma bronchiale
  67. Postinflammatorische und interstitielle Lungenfibrose
  68. Pneumonie
  69. Niereninsuffizienz
  70. Nephritis
  71. Neurogene Blase
  72. Bestehende Schwangerschaft (einschl. Komplikationen)
  73. Hautulkus, exkl. Dekubitalulzera
  74. Schwerwiegende bakterielle Hautinfektionen
  75. Wirbelkörperfraktur (ohne Schädigung des Rückenmarks)
  76. Luxation des Hüftgelenks
  77. Traumatische Amputation einer Extremität
  78. Schwerwiegende Komplikationen bei Patienten während chirurgischer oder medizinischer Behandlung
  79. Blutung / Hämatom / Serom als Komplikation nach einem Eingriff
  80. Status nach Organtransplantation (inkl. Komplikationen)

Was Kassen-Fusionen den Beitragszahlern bringen

Oktober 5, 2009

In einem Hintergrundartikel auf Welt Online diskutiert Harald Czycholl Vo- und Nachteile der Fusionen von Krankenkassen.
Konkrete Anlässe dazu hat es genügend gegeben:

Allein innerhalb der vergangenen zwölf Monate sind 29 Kassen von anderen übernommen worden. Grund dafür ist der Gesundheitsfonds – dieser gibt die Rahmenbedingungen vor, dass die Krankenkassen größer und stärker am Markt werden müssen.

Laut Autor werde sich in den meisten Fällen einer Fusion nicht viel ändern – lediglich die Leistungen könnten besser werden, da eine große Kasse eine bessere Marktposition innehalte.

Vielfach profitieren die Verbraucher von Zusammenschlüssen. Denn sie sparen sich häufig den Zusatzbeitrag, den einige Kassen ohne Fusion erheben müssten. So wird spekuliert, dass bei der Gmünder Ersatzkasse ein solcher Zusatzbeitrag fällig geworden wäre, wenn die Fusion mit der Barmer nicht kommen würde. Einen zusätzlichen Vorteil bietet die größere Marktmacht fusionierter Kassen. Je größer die Kasse, desto leichter kann sie in Vertragsverhandlungen mit Krankenhäusern, Ärzten und Pharmaunternehmen niedrigere Preise und einen besseren Service durchsetzen. Davon profitieren die Patienten.

Andererseits drohen den Kunden fusionierender Krankenkassen jedoch auch Nachteile – die jeden Kassenversicherten treffen würden:

Kassen-Fusionen haben für Versicherte jedoch nicht nur Vorteile. Sie fördern nämlich auch Zusammenschlüsse auf der Gegenseite. So entstehen schon jetzt Krankenhaus-Ketten und Ärztenetze. Diese haben das Ziel, wiederum die Verhandlungsposition gegenüber den Kassen zu stärken. So bekommen zwar neuartige, aber teure Behandlungsmethoden eine Chance. Allerdings bleiben immer weniger unabhängige Kliniken und Ärzte übrig. Patienten haben dann oft keine Wahlmöglichkeit mehr und müssen sich dann in Kooperationsverträge zwischen Kassen und Ärzten einschreiben.

Einerseits sparen sie sich dann dadurch möglicherweise die Praxisgebühr. Andererseits birgt das auch Gefahren. Wenn die Kassen den Ärzten Anreize setzen, nur bestimmte Medikamente zu verschreiben, für die sie wiederum Rabatte mit den Pharmakonzernen ausgehandelt haben, könnte den Patienten so der beste Wirkstoff vorenthalten bleiben.

Leider verwehrt uns der Autor die Einsicht darin, wie Ursache und Wirkung zusammenhängen: ist es tatsächlich unumstößlich, dass der Gesundheitsfonds große und starke Kassen fordert und vielleicht sogar fördert? Klar, ein Einheitssatz und die Wahrscheinlichkeitsrechnung lässt vermuten, dass bei mehr Mitgliedern auch das Risiko gestreut wird, teure Behandlungsmethoden einsetzen zu müssen. Wenn ich jedoch Stand heute bei einer Nischenkasse Kunde bin, die im Vergleich zum Bundesdurchschnitt bezüglich der Kunden- / Gesundheitsstruktur besser abschneidet, geht diese Rechnung nicht auf.
Ebenso fraglich ist es, ob die Größe der Kasse immer ein Garant für bessere Leistungen zum vergleichbaren Tarif ist:
Man könnte argumentieren, dass der Trend hin zu spezialisierten Kassen für ganz bestimmte Themen sehr viel sinnvoller und naheliegender wäre: die Innungskrankenkasse eines Berufsstandes sollte über deren Berufskrankheiten, über die damit verbundenen Risiken und effiziente Präventions- und Behandlungsmethoden bereits heute besser im Bilde sein als die Durchschnittskasse. Wenn diese Kernkompetenz als USP stärker in den Vordergrund gestellt wird, steigen die Überlebenschancen einer solchen Kasse meiner Meinung nach auch ohne Fusionspläne.

Millionen aufgrund falscher HIV-Diagnosen verteilt

Oktober 5, 2009

Der Gesundheitsfonds hat den Krankenkassen mehrere Millionen Euro für HIV-Infizierte überwiesen, die es in Wahrheit nicht gibt. Nach SPIEGEL-Informationen gab es einen gravierenden Fehler in einer Praxis-Software für Ärzte.

Die Krankenkassen haben aus dem Gesundheitsfonds hohe Summen erhalten, nachdem fälschlich HIV-Infektionen gemeldet wurden. Ursache sind falsche Diagnosen in Folge eines Computerfehlers. Nach SPIEGEL-Informationen hat eine unter Augenärzten weitverbreitete Praxis-Software vielen Patienten gleichsam automatisch eine Kodierziffer angehängt, die auf eine Ansteckung mit dem Aids-Virus HIV hinweist. Auf Grundlage dieser falschen Codierung bekamen die zuständigen Krankenkassen dann Extra-Zuschüsse aus dem Gesundheitsfonds. Diese betragen etwa 10.000 Euro pro Patient und Jahr.

Gesunde Schule Rheinland-Pfalz

Oktober 5, 2009

Pressemitteilung veröfentlicht auf bildungsklick.de:

„Gesunde Schule Rheinland-Pfalz“ – Techniker Krankenkasse und Bildungsministerium prämieren Projekte zur Sucht- und Gewaltprävention

Mainz / Ingelheim, 05.10.2009

Der Wettbewerb „Gesunde Schule“ geht in die zweite Runde: Nachdem im vergangenen Jahr Projekte ausgezeichnet wurden, die sich besonders um ein gesundheitsbewusstes Schulumfeld bemühten, liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Themenbereich Sucht- und Gewaltprävention. Unter dem Motto „Starke Klasse – Gesunde Schule“ suchen das rheinland-pfälzische Bildungsministerium und die Techniker Krankenkasse (TK) Konzepte mit Vorbildcharakter. Insgesamt winken Preisgelder in Höhe von 8.000 Euro.

Barmer und GEK fusionieren

September 24, 2009

Die Einführung des Gesundheitsfonds hat bei den Krankenkassen eine Fusionitis ausgelöst. Dem wachsenden Kostendruck begegnen immer mehr Kassen durch Zusammenschlüsse. Barmer und GEK machen nun auch gemeinsame Sache.

Die Zahl der Kassen wird überschaubarer.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Mit dem Zusammenschluss von Barmer und Gmünder Ersatzkasse (GEK) soll die größte Krankenkasse Deutschlands entstehen. Der GEK-Verwaltungsrat stimmte im schleswig- holsteinischen Plön mehrheitlich für die Fusion. Die neue Kasse mit 8,6 Millionen Versicherten soll Anfang kommenden Jahres an den Start gehen. „Die Wirtschaftlichkeit der Versorgung zu stärken, spielt neben der Stabilität und der Verbreiterung des Angebots für die Versicherten die entscheidende Rolle“, sagte der GEK- Vorstandsvorsitzende Rolf-Ulrich Schlenker.

[…]

Mit den 6,9 Millionen Barmer-Versicherten und den 1,7 Millionen GEK-Versicherten soll die größte deutsche Krankenversicherung gebildet werden. Auch bei den Mitgliedern soll die fusionierte Kasse mit 6,5 Millionen die Marktführerschaft übernehmen. Derzeit hat die TK mit 7,3 Millionen Menschen die meisten Versicherten. „Wir betrachten den Schritt nicht als Kampfansage an andere Ersatzkassen“, sagte Schlenker. So solle es weiter Allianzen geben. Dem angestrebten Zusammenschluss zustimmen muss auch noch das Bundesversicherungsamt in Bonn.

Kompletter Artikel auf n-tv.de

Die Krankenkasse wählt die Arznei

Juli 27, 2009

Diese Tatsache ist bekannt – dieser Artikel aus dem Kölner Standtanzeiger läst aber auch die vfa zu Wort kommen, um sich gegen die Vorwürfe überhöhter Gewinnspannen zu wehren.

Gesundheitsministerium startet mit Partnern Informationsaktion für mehr Service der Krankenkassen

Juli 23, 2009

Pressemitteilung des BMG vom 18.02.2009:

Gemeinsam mit der Stiftung Warentest und dem Verbraucherzentrale Bundesverband will das Bundesgesundheitsministerium den Servicewettbewerb der Kassen stärken.

Das Bundesgesundheitsministerium hat zusammen mit der Stiftung Warentest und dem Verbraucherzentrale Bundesverband eine Informationskampagne zum Servicewettbewerb der Krankenkassen gestartet. Eine Karte, etwa so groß wie ein Personalausweis, steht im Mittelpunkt der Aktion. Unter der Überschrift „Fragen Sie Ihre Krankenkasse“ führt sie wichtige Kriterien zum Service- und Leistungswettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen auf – beispielsweise gute Erreichbarkeit, Hilfe bei der Vermittlung von Arztterminen oder Kostenübernahme für Gesundheitskurse.
Rund neun Millionen Karten werden bundesweit verteilt. Darüber hinaus haben die Partner eine Broschüre entwickelt und Informationen auf ihren Internetseiten zusammengestellt. Ziel der Aktion ist es, die Versicherten für den neuen Servicewettbewerb der Kassen zu sensibilisieren. Versicherte sollen wissen, in welchen Punkten sich die gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden und worauf sie achten sollten.

Wie Ärzte bezahlt werden

Juli 23, 2009

netter Artikel auf n-tv.de:

Der Privatpatient zahlt seine Behandlung einfach direkt beim Arzt. Der Vorteil: Dem Arzt steht das Geld sofort zur Verfügung. Später kann der Patient sein Geld bei der Krankenversicherung zurückfordern. Komplizierter funktioniert die Bezahlung des Arztes über die gesetzliche Krankenversicherung. Der Versicherte zahlt zunächst seinen Versicherungsbeitrag an die Krankenkasse. Die Beiträge sind bekanntlich lohnabhängig und damit unterschiedlich. Die Krankenkassen fassen die erhaltenen Beiträge zusammen und errechnen Kopfpauschalen, also den Betrag, den sie für die Behandlung des Versicherten zu zahlen bereit sind. Bei der AOK sind das zum Beispiel 380 Euro im Jahr. Darin enthalten ist die ambulante Versorgung bei Haus- und Fachärzten, sowohl für den Versicherten als auch für kostenlos mitversicherte Kinder und Ehegatten.

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