Archive for Juli 2009

Organspende ohne Abstoßungsrisiko mittels Stammzellen

Juli 28, 2009

DocCheck News:

Es klingt nach Mary Shelley, ist aber der neuste Schrei der regenerativen Medizin: Herzen Verstorbener oder von Schweinen lassen sich mit Spezial-Detergenzien entkernen, übrig bleibt das DNA-freie Proteingerüst. Dieses wiederum konnten britische Forscher an anderer Stelle zum Leben erwecken – indem sie adulte Stammzellen einpflanzten und es wiederbesiedelten.

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Therapeutische Entscheidungen durch wirtschaftliche Umstände beeinflusst

Juli 28, 2009

Notärzte und Kliniken scheinen nicht ausreichend darüber informiert zu sein, dass das Gesetz zur Notaufnahme verpflichtet. Außerdem scheinen wirtschaftliche Umstände wie die eingeführten Fallpauschalen und die nur durch anderweitige Einnahmen zu finanzierenden Intensivbetten bei der Entscheidung, einen Patienten aufzunehmen, eine Rolle zu spielen:

Volle Kliniken, ratlose Notärzte. Immer wieder kommt es vor, dass Rettungswagen von einer Klinik zur nächsten irren, da sie jedes Mal abgelehnt werden mit der Begründung, auf der Intensivstation sei kein Bett frei, so report MÜNCHEN. Manchmal dauert diese Odyssee sogar so lange, dass es für den Patienten zu spät ist. So auch bei der 13-jährigen an Gehirnhautentzündung erkrankten Jessica, die die Erkrankung nicht überlebte.

PwC-Studie „Pharma 2020: Marketing the future – Which path will you take?“

Juli 27, 2009

Zürich (ots) – In der Pharmabranche zeichnet sich für die kommenden zehn Jahre im Verkaufs- und Marketingbereich der Übergang von einem Massenmarkt zu einem immer stärker zielgruppenspezifisch orientierten Modell ab. Angesichts stetig steigender Kosten im Gesundheitswesen sehen sich die Pharmaunternehmen gezwungen, ihre „Blockbuster“-Verkaufsstrategie zu überdenken, bei der sich der Markterfolg über wenige sehr erfolgreiche Medikamente definierte. In Zukunft werden immer mehr jene Anbieter die Nase vorne haben, die ihren Produkten einen Mehrwert geben können, komplexe Therapieleistungen anbieten und die Preisgestaltung bereits in der Produktentwicklung einbeziehen. Die Patienten können mittelfristig mit einem verbesserten Preis-Leistungs-Verhältnis rechnen. Diese Erkenntnisse gehen aus der Studie „Pharma 2020: Marketing the future – Which path will you take?“ von PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.

    Der Vertrieb von Produkten der Pharmabranche wird in Zukunft effizienter, agiler und zielgruppenspezifischer sein und deshalb neue Qualifikationen von den Mitarbeitenden im Marketing und Verkauf erfordern. Um erfolgreich mit Einkäufern und Medizinspezialisten verhandeln zu können, wird vom Personal mehr Kompetenz beim Verständnis komplexer medizinischer Zusammenhänge verlangt. Gemäss der PwC-Studie „Pharma 2020: Marketing the future – Which path will you take?“ wird der Fokus zukünftig nicht mehr hauptsächlich auf den Verkauf der Produkte gelegt, sondern umfasst immer stärker periphere Dienstleistungen wie Vorsorge, Beratung oder Erfolgskontrolle. „Während in Vergangenheit das Pharmaunternehmen am meisten Erfolg hatte, welches am meisten Pillen verkaufte, wird in Zukunft belohnt, wer am meisten Zusatznutzen bietet“, sagt Clive Bellingham, Leiter des Branchensektors Life Sciences, PricewaterhouseCoopers Schweiz. „Solche Unternehmen werden von grösseren Erträgen profitieren, längere Exklusivität und mehr Loyalität bei der Kundschaft geniessen.“

    Wechsel zu zeitgemässerem Marketing- und Sales-Modell

    Wie die Studie zeigt, beginnt sich in der Pharmabranche die Einstellung durchzusetzen, dass der Schwerpunkt in Richtung einer besseren Aufklärung über gesundheitliche Vorteile, die Verbesserung der Lebensqualität und die Verringerung der Kosten für die medizinische Versorgung verlagert werden muss. Als nicht mehr zeitgemäss werden übertriebene Medikamentenbemusterungen von Ärzten, aggressives Marketing und riesige Budgets für Werbemassnahmen erachtet. „Die Produkte allein sind keine Garanten mehr für den langfristigen Markterfolg in der pharmazeutischen Branche“, kommentiert Bellingham. „Viel wichtiger wird in Zukunft sein, dass Pharmaunternehmen dank ihres qualifizierten Verkaufspersonals Ärzten und Experten der Krankenversicherungen den Mehrwert ihrer Produkte aufzeigen können.“

    Wer zahlt, befiehlt

    Bislang hat die Pharmabranche den Wert ihrer Produkte weitgehend selbst definiert und nur wenig Aufwand betrieben, um bei Konsumenten ein Verständnis für die Preispolitik zu bewirken. Angesichts der steigenden Kosten im Gesundheitswesen wächst jedoch der Druck – unter anderem auch seitens von Kostenträgern wie Regierungen und privaten Versicherern. So werden gemäss Studie die Pharmaunternehmen gezwungen, die Preisgestaltung zukünftig bereits in der Entwicklungsphase in ihre Überlegungen einzubeziehen. „Die Unternehmen werden ihre Portfolios klarer strukturieren müssen, um kommerziell erfolgreiche Medikamente nicht mit risikoreichen Entwicklungen zu belasten“, erläutert Bellingham. „Zudem wird sich der Pharmamarkt in den kommenden zehn Jahren so entwickeln, dass neue Medikamente gute Absatzchancen haben, wenn sie einen deutlichen Therapiefortschritt bringen oder günstiger sind als bereits erhältliche Präparate.“

    Spezialmedizin als globaler Markttreiber

    Weiter legt die Studie dar, dass das aktuelle Geschäftsmodell der Pharmabranche im Wesentlichen auf einen Massenmarkt ausgerichtet ist. Medikamente für Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und hohen Cholesterinspiegel machen in Mittel- und Osteuropa 70 Prozent des Marktanteils aus, in den USA sind es 65 Prozent. Der Trend in der Pharmabranche geht aber weltweit zur Spezialmedizin. Dabei geht es um hochwirksame Medikamente, die für komplexe medizinische Anwendungen entwickelt werden und in kleinsten Dosen mit aufwendiger Lagerung und Handhabung von spezialisierten Ärzten verabreicht werden. Im Jahr 2008 betrug der Anteil dieser kostenintensiven Spezialmedizin 44 Prozent des weltweiten Umsatzes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Gemäss Prognose der PwC-Studie könne dieser Markt bereits 2020 die doppelte Grösse des heutigen Gesamtmarktes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten erreicht haben.

Schwächere Pharma-Marge und LC-Einbußen belasten Merck KGaA

Juli 27, 2009

RANKFURT (Dow Jones)–Die Nachfrageschwäche im Flüssigkristallgeschäft und hohe F&E-Aufwendungen bei Merck Serono werden die Gewinne der Merck KGaA im zweiten Quartal 2009 belasten. Analysten rechnen im Mittel bei allen Ergebniskennziffern im Konzern im Vorjahresvergleich mit Rückgängen im 30-Prozent-Bereich. Bei den Gesamterlösen sagen sie auf Konzernebene trotz deutlicher Umsatzrückgänge im Flüssigkristallgeschäft dank stabiler Pharmaumsätze noch eine Stagnation auf Vorjahreshöhe voraus. Die Zahlen wird der im DAX notierte Pharma- und Spezialchemiekonzern mit Sitz in Darmstadt am Freitag veröffentlichen.
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Spielregeln bei der Aushändigung von Generika

Juli 27, 2009

Artikel vom Kölner Standtanzeiger:

Unabhängig davon, welcher Name auf dem Rezept steht, ist ein Apotheker verpflichtet, ein Mittel aus dem unteren Preisdrittel auszuhändigen. Oder der Patient bekommt ein Mittel, für das seine Krankenkasse einen Rabattvertrag mit dem Hersteller abgeschlossen hat. Eine wichtige Ausnahme besteht: Der Patient erhält zwingend das aufgeschriebene Arzneimittel, wenn der Arzt auf dem Rezept.

„Aut idem“ (oder Gleiches) durchgestrichen hat. Mediziner können dies aber nicht unbegrenzt ausschließen. Ann Marini von Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) rät, dass ein Patient seinen Arzt unbedingt mitteilen soll, wenn er sich mit einem ausgetauschten Medikament schlechter fühlt. Manchmal werde ein bestimmtes Medikament trotz gleichem Wirkstoff nicht vertragen.

Beim Umtausch billig gegen teuer gelten Regeln: Der Wirkstoff muss derselbe sein und es dürfen nicht noch andere Wirksubstanzen drin sein. Die Darreichungsform bleibt gleich, sprich Kapseln dürfen nicht gegen Dragees oder Tropfen ausgetauscht werden. Und das günstige Medikament muss für die gleiche Krankheit zugelassen sein. Die letzte Regelung ist mitunter teuer für Kassen und Beitragszahler.

Etwa das Mittel Avastin, das bei der feuchten Makuladegeneration wirkt, ist dafür in Deutschland noch nicht zugelassen und so muss zu dem nahe verwandten, doch 40-mal teureren Mittel Lucentis gegriffen werden. Die Hersteller beider Mittel sind miteinander verbandelt und die Avastin-Firma hat kein Interesse, die Zulassung zu beantragen.

Die Krankenkasse wählt die Arznei

Juli 27, 2009

Diese Tatsache ist bekannt – dieser Artikel aus dem Kölner Standtanzeiger läst aber auch die vfa zu Wort kommen, um sich gegen die Vorwürfe überhöhter Gewinnspannen zu wehren.

Zeit Online: die Pulsuhr als Coach

Juli 27, 2009

Die Pulsuhren werden immer komplexer und versuchen so, den persönlichen Fitness- und Trainingsplan zu errechnen. Dass ein solches Stück Technik aber immer noch über die Hürde Mensch straucheln kann, beschreibt Harro Albrecht sehr schön in diesem Artikel.

Gesundheitsministerium startet mit Partnern Informationsaktion für mehr Service der Krankenkassen

Juli 23, 2009

Pressemitteilung des BMG vom 18.02.2009:

Gemeinsam mit der Stiftung Warentest und dem Verbraucherzentrale Bundesverband will das Bundesgesundheitsministerium den Servicewettbewerb der Kassen stärken.

Das Bundesgesundheitsministerium hat zusammen mit der Stiftung Warentest und dem Verbraucherzentrale Bundesverband eine Informationskampagne zum Servicewettbewerb der Krankenkassen gestartet. Eine Karte, etwa so groß wie ein Personalausweis, steht im Mittelpunkt der Aktion. Unter der Überschrift „Fragen Sie Ihre Krankenkasse“ führt sie wichtige Kriterien zum Service- und Leistungswettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen auf – beispielsweise gute Erreichbarkeit, Hilfe bei der Vermittlung von Arztterminen oder Kostenübernahme für Gesundheitskurse.
Rund neun Millionen Karten werden bundesweit verteilt. Darüber hinaus haben die Partner eine Broschüre entwickelt und Informationen auf ihren Internetseiten zusammengestellt. Ziel der Aktion ist es, die Versicherten für den neuen Servicewettbewerb der Kassen zu sensibilisieren. Versicherte sollen wissen, in welchen Punkten sich die gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden und worauf sie achten sollten.

Wie Ärzte bezahlt werden

Juli 23, 2009

netter Artikel auf n-tv.de:

Der Privatpatient zahlt seine Behandlung einfach direkt beim Arzt. Der Vorteil: Dem Arzt steht das Geld sofort zur Verfügung. Später kann der Patient sein Geld bei der Krankenversicherung zurückfordern. Komplizierter funktioniert die Bezahlung des Arztes über die gesetzliche Krankenversicherung. Der Versicherte zahlt zunächst seinen Versicherungsbeitrag an die Krankenkasse. Die Beiträge sind bekanntlich lohnabhängig und damit unterschiedlich. Die Krankenkassen fassen die erhaltenen Beiträge zusammen und errechnen Kopfpauschalen, also den Betrag, den sie für die Behandlung des Versicherten zu zahlen bereit sind. Bei der AOK sind das zum Beispiel 380 Euro im Jahr. Darin enthalten ist die ambulante Versorgung bei Haus- und Fachärzten, sowohl für den Versicherten als auch für kostenlos mitversicherte Kinder und Ehegatten.

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CIO: Novartis setzt auf Projektportfoliomanagement

Juli 23, 2009

CIO Online Artikel „Aufbruch der Bubbles“:
Bunte, verschieden große Bläschen symbolisieren bei Novartis Pharma Deutschland neuerdings Projekte. International-CIO und Mentor des Projektes Matthias Trabandt erhofft sich, mit den Bubbles zu den Top-Performern in Sachen Projekt-Management aufzusteigen.

Die CIOs und Entscheider der von der TU Berlin für die Studie „Multiprojektmanagement 2005“ befragten 199 deutschen Unternehmen fühlen sich in der Regel zwar gut über die Einzelprojekte informiert. Doch fehlt es ihnen an den Mechanismen, daraus die geeigneten Schlüsse für das Gesamtportfolio zu ziehen, geschweige denn, über Projektgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten.


Chefs: CIOs halten erfolglose Projekte

Software: IT-Tools sind schlecht

Novartis Pharma hat für die Auswahl von wertschöpfenden Projekten seit Juni vergangenen Jahres ein standardisiertes Vorgehen entwickelt – die so genannte Bubble-Technik. „Die Klassifikationen und die Bewertung machen wir in Excel, für die Darstellung und die Analyse setzen wir ein Tool ein, das auch zu Simulationen fähig ist – vom US-Spezialisten für visuelle Analyse Spotfire“, erläutert IT-Projekt-Office-Mann Hörbe. So lässt sich beispielsweise simulieren, was passiert, wenn es keine Muss-Projekte gäbe oder Projekte, die eine geringe Wertschöpfung für das Unternehmen versprechen.

Derzeit dient Spotfire jedoch ausschließlich der Auswahl von Projekten. „Wir starten nur Projekte, die voraussichtlich den höchsten Business-Value für das Unternehmen schaffen und die voraussichtlich höchste Umsetzungswahrscheinlichkeit haben“, sagt Matthias Trabandt, der als CIO von Novartis Pharma Deutschland das Konzept angestoßen hat. Derzeit exportiert der IT-Manager die Bubble-Technik in die Schweiz: Seit Anfang 2006 ist er in der Holding in Basel CIO bei Novartis International. Ein wichtiges Thema dort: Projekt-Management. Nicht zuletzt wegen der Bubble- Technik wurde der gebürtige Hamburger geholt. Die Vorarbeit hat er in Nürnberg geleistet.


„Beauty of the Method“: Das meint der CIO


Erfolg: Die wichtigsten Faktoren

KPMG-Rat: So scheitern Projekte seltener

Hürden: Von Kultur bis zur Organisation

Projekt-Management-Office: Neuland

Reifegrad: Noch keine gängige Praxis